bild-05-seminar-2_eyecatcher

MASTER COACH KOMPLETT
Curriculum für Gewalt- und Ethik-Coaching

 Dieses kombinierte Curriculum integriert Module zur Gewaltprävention und -intervention mit Elementen der Ethik, Kommunikation, Selbsterfahrung und weiteren relevanten Coaching-Themen. Es bietet eine umfassende Weiterbildung für Coaches, die in vielfältigen Kontexten tätig sind und ihre sozialen und emotionalen Kompetenzen stärken möchten. Alle Vorgehensweisen und Techniken sind auf die speziellen Anforderungen und Herausforderungen im Umgang mit Gewaltopfern und -tätern abgestimmt.

Referenten:

Peter Eichenauer

Ausbilder in Supervision und Coaching EASC

Transaktionsanalytiker und Supervisor DGTA

Leitung intasco, akkreditiertes Institut EASC

Begründer von „Stop and Go!“ NRW, Stationäre Wohngruppen zur U-Haft-Vermeidung für jugendliche Straftäter, seit 1998

Awards der DGTA und EATA für soziale Projekte 2010, 2014

 

Steffen Knippertz

Heimleiter einer Jugendhilfeeinrichtung

ADQ® Trainer

Edwin Pütz

Richter AG

Dozent

Matthias Müller

Bürgermeister

Dozent

Ehem. Geschäftsführer Caritas

Sowie weitere Gastreferent:innen

 

 

 

Übersicht: Module

Modul 1: Physische Gewalt (50 Einheiten)

  • Definition: Handlungen, die den Körper eines anderen Menschen verletzen.
  • Beispiele: Häusliche Gewalt, körperliche Misshandlungen von Kindern, Auseinandersetzungen zwischen Jugendlichen oder Erwachsenen.
  • Inhalt:
    • Auswirkungen physischer Gewalt
    • Prävention und Intervention spezifisch bei physischer Gewalt
    • Opferschutz und Unterstützung bei physischen Gewalterfahrungen
    • Geschlechtsspezifische und kulturelle Perspektiven auf physische Gewalt
    • Rechtliche Aspekte der physischen Gewalt
  • Kompetenzen:
    • Fachkompetenz: Kenntnisse der Ursachen, Auswirkungen und Präventionsmaßnahmen physischer Gewalt.
    • Methodenkompetenz: Fähigkeiten zur Anwendung geeigneter Präventions- und Interventionsstrategien.
    • Sozialkompetenz: Einfühlungsvermögen und Kommunikationsfähigkeiten im Umgang mit Gewaltopfern und -tätern.
    • Selbstkompetenz: Reflexionsfähigkeit und emotionale Stabilität bei der Arbeit mit Gewaltfällen.

Modul 2: Psychische Gewalt (50 Einheiten)

  • Definition: Handlungen, die das emotionale und mentale Wohlbefinden einer Person schädigen.
  • Beispiele: Mobbing, Gaslighting, emotionaler Missbrauch.
  • Inhalt:
    • Auswirkungen psychischer Gewalt
    • Prävention und Intervention spezifisch bei psychischer Gewalt
    • Opferschutz und Unterstützung bei psychischen Gewalterfahrungen
    • Geschlechtsspezifische und kulturelle Perspektiven auf psychische Gewalt
    • Rechtliche Aspekte der psychischen Gewalt
  • Kompetenzen:
    • Fachkompetenz: Verständnis der psychologischen Mechanismen und Folgen psychischer Gewalt.
    • Methodenkompetenz: Einsatz von Techniken zur psychologischen Unterstützung und Intervention.
    • Sozialkompetenz: Empathie Fähigkeit und aktive Zuhörkompetenzen.
    • Selbstkompetenz: Bewusstsein für eigene emotionale Reaktionen und professionelle Distanz.

 

Modul 3: Sexuelle Gewalt (50 Einheiten)

  • Definition: Jede Form von sexueller Handlung gegen den Willen einer Person.
  • Beispiele: Vergewaltigung, sexuelle Belästigung, Kindesmissbrauch.
  • Inhalt:
    • Auswirkungen sexueller Gewalt
    • Prävention und Intervention spezifisch bei sexueller Gewalt
    • Opferschutz und Unterstützung bei sexuellen Gewalterfahrungen
    • Geschlechtsspezifische und kulturelle Perspektiven auf sexuelle Gewalt
    • Rechtliche Aspekte der sexuellen Gewalt
  • Kompetenzen:
    • Fachkompetenz: Tiefergehendes Wissen über Formen, Ursachen und Auswirkungen sexueller Gewalt.
    • Methodenkompetenz: Fertigkeiten in der Anwendung von Kriseninterventionsstrategien.
    • Sozialkompetenz: Sensibilität und respektvolle Kommunikation mit Betroffenen.
    • Selbstkompetenz: Resilienz und Selbstfürsorge bei der Arbeit in belastenden Situationen.

 

Modul 4: Ethik im Coaching (50 Einheiten)

  • Definition: Ethische Grundlagen und Prinzipien im Coaching.
  • Inhalt:
    • Ethik im Coaching mit Fokus auf Gewaltprävention
    • Macht und Machtthemen im Coaching bei Gewaltkontexten
    • Umgang mit Grenzen und Wirksamkeit bei der Arbeit mit Gewaltopfern und -tätern
    • Nachhaltige Verhaltensweisen und Kontextbewusstheit in Gewaltfällen
    • Sensibilität für Machtverhältnisse und deren Einfluss auf Coachingprozesse bei Gewalt
  • Kompetenzen:
    • Fachkompetenz: Kenntnisse der ethischen Grundsätze und deren Anwendung im Coaching.
    • Methodenkompetenz: Fähigkeiten zur Analyse und Bewältigung ethischer Dilemmata.
    • Sozialkompetenz: Verantwortungsvoller Umgang mit Macht und Autorität.
    • Selbstkompetenz: Integrität und ethisches Bewusstsein.

 

 

Modul 5: Kommunikation im Coaching (50 Einheiten)

  • Definition: Grundlegende Kommunikationsmodelle und -techniken.
  • Inhalt:
    • Einführung in die Transaktionsanalyse zur Kommunikation über Gewalt
    • Konzept der Ich-Zustände und Transaktionen in der Kommunikation bei Gewaltfällen
    • Dynamiken und Spiele der Erwachsenen (Drama-Dreieck) bei gewaltgeprägten Situationen
    • Zuhören und die Technik des Spiegelns nach Rogers in Gewaltkontexten
  • Kompetenzen:
    • Fachkompetenz: Verständnis der Kommunikationsmodelle und ihrer Anwendung.
    • Methodenkompetenz: Techniken der Gesprächsführung und Konfliktlösung.
    • Sozialkompetenz: Fähigkeit zum aktiven Zuhören und zur einfühlsamen Kommunikation.
    • Selbstkompetenz: Reflexion der eigenen Kommunikationsmuster und -fähigkeiten.

 

Methodik und Durchführung

  • Settings: Vorträge, Intervision, Live-Supervision, Reflecting Team, Einzelsupervision, Peergroup-Training, Praxis-Training, Lerntagebuch, Lehr-Coaching. Drei der Module werden online durchgeführt.
  •  
  • Methoden: Wissensvermittlung, Beratungstraining, Simulation von Arbeitssituationen, systemische Interventionen, Fragetechniken, jeweils mit einem speziellen Fokus auf den Aspekt der Gewalt und deren Auswirkungen.
  •  
  • Zusätzliche Anforderungen: Fünf Erfahrungsberichte und fünf Peergroup-Treffen ergänzen die Ausbildung.
  •  
  • Zertifizierung: Nach Abschluss der Seminare und Teilnahme an Peergroup- und Supervisionstreffen wird ein Zertifikat ausgestellt. Das Master-Coach Zertifikat kann bei Vorlage der notwendigen Nachweise bei der EASC beantragt werden.

 

 

 

 

Zusammenfassung der Seminareinheiten

  • Gesamtanzahl der Einheiten: 250 Einheiten insgesamt
  • 5 Module je 50 Einheiten
  • 7 Seminartage
  • Davon jeweils 4 online
  • 15 Seminartage Präsenz
  • 20 Seminartage online

Seminargebühren

6450,00 € Seminargebühren

Darin enthalten: Seminartage und Seminartage Selbsterfahrung

Es können zusätzliche Kosten für Übernachtung/ Reisekosten entstehen (Selbsterfahrung an anderem Ort)

Je Modul einzeln: 1450,00€

Voraussetzungen zur Teilnahme

  • Zugangsvoraussetzungen:
  • Zertifizierter Coach EASC oder zertifiziert durch Zugang II oder III
  • Mindestens 200 Einheiten nachgewiesener Coachingarbeit in mindestens 20 unterschiedlichen
  • Vertrag mit einem EASC Institut

Zu erbringende Leistungen

  • 250 Lehreinheiten und Trainings
  • 15 Einheiten externer Coachingarbeit in 2-3 Prozessen
    mindestens ein Einzelprozess und min. ein Team- oder Gruppenprozess
  • 20 Einheiten gegebenes und reflektiertes Coaching in der Ausbildung
  • 15 Einheiten genommenes Coaching in der Ausbildung
  • 20 Prozesse Eigenanalyse
  • Kontinuierliches Führen eines Studienbuches
  • Intervisionsgruppe (min. 5 Treffen mit min. 15 Einheiten)
  • 5 Einheiten Lehr- Supervision / Lehr- Coaching davon min. 5 Einheiten im Einzelsetting und max. 10 Einheiten im Gruppen-setting.
  • Evaluations Workshop nach Empfehlung durch das Ausbildungsinstitut und Lehr-Coaches /Lehr- Supervisoren