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Einführungsmodul: – Gewalt verstehen

Zielsetzung

Das Startmodul bietet einen fundierten Überblick über Erscheinungsformen, Hintergründe und Dynamiken von Gewalt. Im Zentrum steht ein systemischer und beziehungsorientierter Gewaltbegriff, wie er u. a. im Rahmen der Untersuchungshaftvermeidung („Stop and Go!“ NRW) entwickelt wurde. Gewalt wird dabei nicht nur als individuelles, sondern als sozial eingebettetes Phänomen verstanden. Das Modul bildet den didaktischen und inhaltlichen Auftakt der modularen Weiterbildung zum Master-Coach EASC mit dem Schwerpunkt Gewalt.

Referent/in

Peter Eichenauer
Master-Coach, Supervisor, Initiator U-Haft Vermeidung ‚Stop and Go!‘ NRW
Lehrtrainer, INTASCO Dortmund

Besonderheit:

In jedem fachspezifischen Teil ist zusätzlich ein externer Fachreferent bzw. eine Fachreferentin live anwesend.

Die Expert*innen stammen aus Tätigkeitsfeldern wie Polizei, Justiz, Jugendhilfe, Training, Beratung oder Forschung.

Namen und Hintergründe der Referierenden werden bei Anmeldung bekannt gegeben oder – aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes – anonym gehalten.

Modulstruktur

  • Überblick über Gewaltformen (physisch, psychisch, strukturell, symbolisch)
  • Systemische und gesellschaftliche Einordnung von Gewalt
  • Einführung in transaktionsanalytische Konzepte (Ich-Zustände, Drama-Dreieck, Skriptanalyse)
  • Reflexion von Gewaltphänomenen im Beratungskontext
  • Ethische Implikationen im Coaching-/Supervisionsauftrag
  • Praxisnahe Einbindung durch Gastbeiträge aus Justiz, Polizei, Jugendhilfe oder Training

Kompetenzen

  • Fachkompetenz: Differenzierte Wahrnehmung und Einordnung von Gewaltformen
  • Methodenkompetenz: Professionelle Handlungssicherheit in eskalierenden Kontexten
  • Selbstkompetenz: Reflexion eigener Reaktionsmuster und ethischer Haltungen

Umfang

  • 6 Seminartage à 8–9 UE, insgesamt 50 UE
  • Live-Online via Zoom
  • Begleitende Materialien, Videos, Aufgaben auf Lernplattform ablyfy

Methodik

  • Theoretische Inputs
  • Arbeit mit Fallbeispielen (z.  aus U-Haft-Projekten)
  • Gruppenreflexion und kollegiale Beratung
  • Arbeit mit Modellen (Drama-Dreieck, Ich-Zustände)
  • Ethikdiskussion anhand realer Fälle
  • Live-Impulse durch externe Fachpersonen (Polizei, Justiz, Jugendhilfe)

Voraussetzungen zur Teilnahme

  • Coach oder Supervisor:in EASC (oder gleichwertige Qualifikation)
  • Berufserfahrung in Jugendhilfe, Justiz, psychosozialen Diensten oder Beratung
  • Vertrag mit einem EASC-Institut

Zu erbringende Leistungen

  • Teilnahme an allen Lehreinheiten
  • Bearbeitung von Selbstlernaufgaben
  • Abschlussreflexion
  • Aktive Mitarbeit in Online- und Präsenzphasen

Evaluation / Qualitätssicherung

  • Schriftliche Evaluation der Teilnehmenden
  • Reflexion im Plenum am Modulende
  • Rückmeldung durch Lehrcoach (z.  in der Fallarbeit oder Abschlussrunde)
  • Einbindung in das Qualitätsmanagementsystem des Instituts

Zertifikat & Abschluss

Nach vollständiger Teilnahme und aktiver Mitwirkung erhalten die Teilnehmenden ein Zertifikat „Einführung Gewalt-Coach – EASC “, das als anerkanntes Modul der Master-Coach Weiterbildung EASC ausgewiesen wird.

Dieses Einführungsmodul ermöglicht die Teilnahme an weiteren Modulen zum “Mastercoach Gewalt” EASC

Anmeldung & Vorbereitung

Anmeldung über INTASCO (www.intasco.de). Für die Teilnahme sind ein PC/Laptop mit Kamera und Mikrofon, eine stabile Internetverbindung sowie ein installierter Zoom-Client erforderlich. Der Zugang zur Lernplattform abelfy wird nach der Anmeldung freigeschaltet. Arbeitsmaterialien werden vorab digital bereitgestellt.

Preis

1850,00 EUR